Weltrekord: Tausende Berliner bilden 9 km lange Plastiktütenkette

Umweltfest, Tempelhofer Feld,

Über 3.000 Besucher des Umweltfests der Stiftung Naturschutz Berlin (SNB) setzten am Samstag mit einer Kette aus 30.000 Einwegtüten das weltweit größte Zeichen gegen Plastiktüten. Mit einem neun Kilometer langen Tütenband demonstrierten die Teilnehmer gegen den ausufernden Plastiktütenkonsum in der Hauptstadt.
Die Festbesucher hielten die Kette in die Luft und stellten damit den bisherigen, durch GUINNESS WORLD RECORDS anerkannten, Weltrekord ein.
Die Aktion unter dem Slogan „Berlin tüt was!“ wurde durch Mittel des Förderfonds Trenntstadt Berlin ermöglicht. Dieser ist Teil des Projekts Trenntstadt Berlin und eine Initiative der Berliner Stadtreinigung (BSR) und ihrer Partner ALBA, Berlin Recycling und der SNB. Auch der BUND Berlin war mit seinem Projekt "Berliner Abfallcheck" samt Abfall-Glücksrad und Müll-Trennspiel mit einem Stand auf dem Tempelhofer Feld dabei und beantwortete zahlreiche Fragen zum korrekten Sortieren, Recycling und zur Abfallvermeidung.
Alleine in Berlin gehen pro Stunde 30.000 Plastiktüten über die Ladentheke. Diese sind bereits nach durchschnittlich 25 Minuten Abfall. Häufig landen sie nicht in Wertstofftonne/-sack, sondern in der Verbrennungsanlage oder sogar in der Landschaft, wo sie dann der Tier und Pflanzenwelt schaden. Der Tagesverbrauch an Plastiktüten liegt in der Hauptstadt bei 710.000 Stück. Pro Jahr macht das 260 Millionen Plastiktüten.

 

Bild: ©Sophie Bengelsdorf  / www.berlintuetwas.de

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