Mit Ihrer Plastiktüte zum Weltrekord

Werbeplakat für die Aktion "Tüt was"

Geben Sie Ihre Einweg-Plastiktüten bei einer der vielen Sammelstationen in der Stadt ab und helfen Sie mit, ein Zeichen gegen die Tütenflut zu setzen! In einer einzigartigen Aktion wollen die Stiftung Naturschutz Berlin, die Deutsche Umwelthilfe e.V. und die Berliner Stadtreinigung am 20.9.2014 auf dem Tempelhofer Feld gemeinsam mit tausenden Berlinerinnen und Berlinern die längste Plastiktütenkette der Welt bilden.

Auch beim BUND Berlin in der Crellestraße 35 in Schöneberg können dafür während der Öffnungszeiten des BUNDladens (Mo-Fr 10-13 Uhr + Mo, Di, Do 14-17 Uhr) Tüten abgegeben werden. Gesammelt werden mittlere bis große Einweg-Plastiktüten, die es beispielsweise im Supermarkt, in Kleidungsgeschäften oder in Warenhäusern gibt. Für je 10 Stück im Format von mindestens 35x40 cm erhält jeder eine Designer-Kampagnen-Mehrwegtasche.

Ziel der Aktion „Berlin tüt was“ ist es, mit der Ausgabe der Mehrwegtaschen und einer 9 km langen Plastiktütenkette auf die enorme Umweltbelastung durch Einweg-Kunststofftüten aufmerksam zu machen. Für die Kette sollen 30.000 Tüten gesammelt werden – so viele Tüten werden in allen Berliner Läden zusammen in einer Stunde ausgegeben! Das macht 260 Millionen in jedem Jahr. Meist werden sie nur ein einziges Mal für durchschnittlich 25 Minuten benutzt.

In der Natur halten sie sich allerdings deutlich länger als bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Erst nach 400 Jahren sind sie annähernd zersetzt. Bis dahin haben die Tüten und deren Abbauprodukte nicht nur Grünanlagen und Gewässer verschmutzt, sondern auch noch vielen wildlebenden Tieren den Tod gebracht. Sie verfangen sich in ihnen oder halten die zerfetzten Kleinteile für Nahrung und verhungern mit vollem Magen. Auf den Seiten des BUND-Bundesverbands finden Sie weitere Informationen zu den Folgen von Plastik im Alltag und Plastik in der Umwelt. Mehr zur Verwertung von Kunststoffen finden Sie in unserem Hintergrundartikel "Kunststoffe".

Plastiktüten sind zudem ein Rohstoffkiller, weil sie aus wertvollen Erdölprodukten bestehen. Etwa 43 Tonnen Rohöl werden benötigt, um allein die Plastiktüten für den Tagesverbrauch in Berlin herzustellen.

Die Stiftung Naturschutz Berlin (SNB) ist Initiator des Projekts „Berlin tüt was!“ und finanziert die Aktion aus dem Förderfonds Trenntstadt Berlin. Dieser ist Teil des Projekts Trenntstadt Berlin und eine Initiative der BSR und ihrer Partner ALBA, Berlin Recycling und der SNB.

Gegen die Plastiktütenflut sind in Berlin eine Reihe weiterer Projekte aktiv. Durch die SNB werden aus den Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin außerdem das DUH-Projekt „Einweg-Plastik kommt nicht in die Tüte“ und die Türkische Gemeinde Berlin für Ihr Engagement gegen Plastiktüten in türkischen Supermärkten gefördert. Außerdem setzt sich der LIFE e.V. mit „Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz“ gegen die Tütenflut im Einzelhandel ein.

Tags: 

Den Beitrag bookmarken