Damit der Plastikmüll abnimmt: Fasten mit dem BUND

Machen Sie mit beim Plastikfasten! Überall um uns ist Plastik: die Einkaufstüte, die Lebensmittelverpackungen, die PET-Flasche... Muss das alles sein? Könnten wir nicht mit viel weniger Plastik im Alltag auskommen? Seien Sie mit dabei und versuchen Sie, in der Fastenzeit beim Einkaufen auf Plastik zu verzichten! Vor allem: Berichten Sie anderen von Ihren Erfahrungen beim Plastikfasten in den sozialen Medien!

Wo begegnet Ihnen überall Plastik, auf welche Probleme stoßen Sie beim Plastikfasten und welche Tipps haben Sie für andere? Unter dem Hashtag #Plastikfasten sammeln wir alle diese Geschichten und stellen sie hier als eine Art kollektives Tagebuch dar.

In Deutschland werden jährlich rund 12 Millionen Tonnen Plastik verbraucht. Damit liegen die Deutschen europaweit an der Spitze. „Fünf Millionen Tonnen Plastik landen pro Jahr umgehend im Müll. Dies stellt eine enorme Verschwendung von Ressourcen und eine unzumutbare Umweltbelastung dar“, sagte der BUND-Abfall-Experte Rolf Buschmann. „Seit den neunziger Jahren hat sich die Menge an Plastikmüll hierzulande verdoppelt. Nicht einmal die Hälfte davon wird recycelt. Das Meiste wird mit dem Restmüll verbrannt. Der viel zu hohe Verbrauch an Plastiktüten, Plastikverpackungen oder Plastikspielzeug ist leider inzwischen Alltag geworden“, so Buschmann.

Viele Plastikgegenstände würden inzwischen Meere und Strände verschmutzen. Riesige Plastikstrudel, Plastikreste und winzige Plastikteilchen würden Meerestieren wie Seevögel, Seehunde, Wale oder Delfine zum Verhängnis. Sie strangulierten sich mit Plastikresten oder verwechselten die Teile mit Nahrung und verhungerten dann, weil ihre Mägen mit Plastik gefüllt seien. Unsichtbare Mikropolastikteilchen würden von Fischen verschluckt, was zu Vergiftungen führe.

Buschmann: „Verbraucherinnen und Verbraucher können relativ einfach zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen. Ein Anfang ist der Verzicht auf Plastiktüten. Hiervon werden in Deutschland jährlich sechs Milliarden benutzt und die einzelne Tüte im Schnitt nur 25 Minuten.“ Eine Alternative seien Stoffbeutel. Konsumenten sollten außerdem die Verpackungen in den Läden zurücklassen oder zu Produkten ohne Plastikverpackungen greifen. Getränke in Mehrwegverpackungen seien vorzuziehen.

Der BUND ruft die Teilnehmer der Aktion „Plastikfasten“ dazu auf, unter dem Hashtag #plastikfasten über Twitter, Facebook, Google+, Youtube, Instagramm und Flickr über ihre Erfahrungen zu berichten und Tipps dazu untereinander auszutauschen.

Mehr Fakten zum Thema Plastik und Tipps zum „Plastikfasten“ finden Sie im Internet unter: www.bund.net/plastikfasten

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